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Geschichte

An einem sonnigen Freitagnachmittag begab sich der junge E. in eine Gallerie. Er hatte solche eine Ort seit seiner Kindheit nicht mehr betreten, dennoch bewegte er sich höchst Interessiert durch die Ausstellung. Er war auf der Such nach einem Bild welches die Wand neben seinem Sofa verschönern sollte. Er kam an vielen Werken vorbei die ihm mehr oder weniger gefiehlen, allerdings hatte er das Gefühl nicht alles vollständig zu verstehen was die Künstler ausdrücken möchten. In der selben Gallerie arbeitete ein junges Mädchen, ihre Aufgabe war es den Besuchern der Ausstellung die Welt der Kunst ein wenig näher zubringen und bestenfalls das eine oder andere Bild zu Verkaufen.

Als sich E und S aufeinander trafen bemerkten sie sehr schnell die gegenseitige Sympathie und begannen so gleich ein Gespräch über die Exponate der Ausstellung. Im laufe der Konversation erzählte E. von einigen virtuellen Ausstellungen die er Besuchte. S. hatte von solchen Galerien noch nie gehört und lauschte aufmerksam den Beschreibungen der  virtuelle Online-3D Welte namens Secondlife.
In der Menschen hilfe ihrer Avatare interagieren und soin der Lage sind in einer virtuellen Umgebung miteinander zu Kommunizieren, Handeltreiben oder Häuser bauen. Einige Menschen nutzen diese Umgebung eben auch um hier Kunstwerke zu präsentieren, zu verkaufen oder zu erschaffen.Nach einer Stunde musste sich S. anderen Gästen der Ausstellung widmen und so verabschideten sie sich von einander.
Ein paar Tage später meldete sich S. bei Second Life an und begegnette in der Valetta Art Gallery einem Avatar namens … . Sie besichtigten Gemeinsam die Ausstellung und S. erzählte das sie erst vor kurzer Zeit von Second Life und der hier existierenden Kunstszene erfuhr. Sie war sehr Beindruckt von den bestehenden Möglichkeiten, fliegende Gallerien, Bilderrahmen die an den Besucher angepasste wechselnde Bilder darstellen und vieles mehr.

Während S. noch immer von der Gallerie begeistert war fragte sie der Avatar ob sie schon mal darüber Nachdachte ob es den nicht möglich wäre das ihr reales Leben auch nur eine Täuschung, eine Simulation oder Einbildung wäre. Ähnlich der Handlung der ihr sicherlich bekannten Matrix verfilmungen. S. antwortete das sie immer an solchen Theorien zweifelte, doch nun da sie selbst einen Avatar erschaffen hatte, dessen Leben sie nach belieben steuern konnte, kammen ihr erhebliche zweifel. Der Avatar erwiederte das er vollkommen davon Überzeugt sei, das eine Unbekannte leitende höhere Ebene existiert. Er berichtet auch von den Schwierigkeiten die einem begegnen wenn man versucht hinter den Horizont zu blicken da man die dahinter liegenden Dinge mit sehr großer Wahrscheinlichkeit niemals verstehen wird und für deren Existenz man nie eine Bestätigung erhalten wird. Kennst du Platons Höhlengleichnis, fragte er? Nein, dann erzähle ich dir die geschichte:

Einige Menschen sind von Geburt an in einer dunklen Höhle so festgebunden, dass sie immer nur auf die ihnen gegenüberliegende Höhlenwand blicken können, die lediglich durch einen über ihnen angebrachten Schlitz beleuchtet wird. Ein Stück entfernt von der Höhle, auf der Seite der Lichtöffnung, befinden sich, hinter einer niedrigen Mauer, andere Menschen. Hinter diesen Menschen brennt ein Feuer, vor dem sie – ähnlich Puppenspielern – Figuren von Lebewesen und Dingen an Stöcken über der Mauer halten und bewegen. Diese Gegenstände werfen – von hinten angeleuchtet durch das Feuer – flackernde, unscharfe Schatten durch den Lichtschlitz, an die den Menschen in der Höhle gegenüberliegende Wand. Die Wahrnehmung der Welt außerhalb ihrer Höhle beschränkt sich für die an die Höhle gefesselten Menschen also auf unscharfe, flackernde Schatten von künstlich erzeugten Figuren von Lebewesen und Dingen die ihnen gezeigt werden. Da sie nichts anderes wahrnehmen, halten die Menschen diese Schattenbilder für die wirklichen Dinge. Dies bleibt auch so, als einer von ihnen, der losgebunden wurde, von draußen in die Höhle zurückkehrt und den anderen über die wahren Verhältnisse Aufschluss zu geben versucht. (frei nach Politeia VII, 514a-517a) Quelle:http://wiki.anthroposophie.net

Stell dir nun einmal vor das einer der  Avatare begreift das er einer von diesen Höhlenmenschen ist und die von ihm wahrgenommene Realität sich als „Schatten“  bzw. als ein künstliches abbild der „echten“ Welt herausstellt. Wäre es nicht möglich das einer dieser Avatare sich seiner selbst bewusst wird und versucht aus dieser welt auszubrechen?

S. konnte es sich trotzdem nicht vorstellen das ein Avatar einfach so ein Bewusstsein entwickeln kann. Da ja diese Figuren auf ihrem Bildschirm in jeder ihrer Aktionen von ihr abhängig sind und sobald sie aufhört Befehle zu erteilen Schläft der Avatar einfach ein.
Aber vielleicht können die avatare auch träumen und wohin verschwindet dein avatar in der zeit die du nicht online bist? Fragte der Avatar. Es haben sich XX Millionen menschen bei Second life angemeldet die Zahl der avatare ist analog. gleichzeitig sind aber die mehr als 70000 menschen bei second life eingelogt. du kannst dir also vorstellen wie viele Avatare ungenutzt in einem dauerschlaf verharen. Wenn diese nun die ganze zeit träumen und sie von ihrem schöpfer und wegweiser unbeachtet bleiben. wäre es da nicht möglich das einige diese gottlosen in einem teil von secondlife herum irren und nach antworten auf ihre situation oder gar einen ausweg suchen?

Darauf wusste S. keine antwort, sie war mittlerweile müde geworden und die Gedanken kreisten nur so in ihrem Kopf, weshalb sie sich verabschiedete und dem Avatar ein baldiges Wiedersehen versprach.

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